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Für alle, die es verpasst haben:

 


Mediathek
   

 

1. März 2014:
Ein schöner Artikel von Andrea Herdegen in der :

 

 

 

1. August 2014
Grit Bugasch schreibt über das Konzert in Rerik


Text auch zu lesen bei Deutsche Mugge
(Artikel über gesamte Veranstaltung)



4. Reriker Liedersommer

Samstag, 26.07.2014

". . . . als Steffen Huth die Gäste zur Fortsetzung begrüßt, steht er etwas gebeugt am Mikrofon. Doch das ist nicht etwa den Anstrengungen des Vorabends, sondern vielmehr dem nächsten musikalischen Gast zuzuschreiben. Nicht umsonst wünscht er sich mit einem augenzwinkernden Blick zum Bühnenrand, "dass unsere Künstler künftig auch wieder größer werden". Sie kann darüber lachen, schließlich weiß sie ganz genau, dass die Körpergröße nicht das entscheidende Kriterium ist. Und wir wissen es auch und begrüßen lachend ANGELIKA MANN - die "Lütte" mit der großen Stimme und dem großen Herzen - und ihre Mitstreiter Uwe Matschke (keyb) und Udo Weidemüller (git).

Die Frau ist für mich ein Phänomen - mit einem strahlenden Lächeln steht sie auf der Bühne und zieht das Publikum sofort in ihren Bann. Sie ist warmherzig, fröhlich, rockig, sanftmütig, nachdenklich, eindringlich, absolut vielseitig und authentisch.  Sozusagen ein Tausendsassa, ein Hansdampf, ein Teufelskerl - oder sagt man in diesem Falle eher Teufelsbraut? Was sie tut, tut sie aus Überzeugung und aus vollem Herzen. Schon nach kürzester Zeit hat sie uns mitgenommen in ihre Welt und erzählt uns aus ihrem Leben, als wären wir schon lange gute Bekannte. Sie erzählt von ihren vielfältigen musikalischen Erfahrungen in Musikstudios, auf Theaterbühnen und bei Konzerten. Von Episoden auf Tour, von Festivals und kleinen netten Begebenheiten am Rande. Die Fülle der Songs widerspiegelt die Fülle der Erlebnisse - sie weiß, alles hatte bzw. hat seine Zeit. Und all das, was sie erlebt hat, macht sie zu dem, was sie heute ist. Dabei vergisst sie auch nicht ihre langjährigen musikalischen Begleiter und sorgt auf ihre unnachahmliche Weise dafür, dass die beiden auch ihren Anteil vom Beifall bekommen.

Ihre Geschichten und Songs sind aus dem Leben gegriffen - aus ihrem eigenen Leben und irgendwie auch aus dem des Publikums. Das "Küsschenlied" ist ein gutes Beispiel dafür. Geschrieben einst als Kinderlied für Reinhard Lakomys Geschichtenlieder rund um den "Traumzauberbaum", begeistert ANGELIKA MANN noch heute damit. Viele singen es mit, viele erinnert es an ihre Kindheit und hoffentlich auch daran, dass es sich mit einem fröhlichen Lächeln viel besser in den Tag starten lässt. Bei aller Freundlichkeit ist sie doch auch bestimmt und wusste schon früh ganz genau, was sie will. In ihrem Song "Ich wünsch mir ein Baby sehr" hat sie bereits in den 70er Jahren den damals ungewöhnlichen Wunsch besungen, dass sie gern ein Kind hätte und einen Mann dafür sucht. Mitten aus dem Leben gegriffen ist auch "Komm, weil ich dich brauch", mit dem sie zeigt, dass sie neben lauten und fröhlichen Liedern auch ernste und nachdenkliche singt. Und es ist auch ein typisches Beispiel für die Aufmerksamkeit und Freundlichkeit von ANGELIKA MANN.  Den einmal geäußerten Wunsch aus dem Orga-Team hat sie aufgenommen und direkt im Programm umgesetzt. Genau diese kleinen wunderbaren Gesten sind es, die die herzliche Art und die besondere Größe der Lütten ausmachen.

Ihr Programm ist voll gepackt mit Liedern und Emotionen und dabei hätte sie noch so viel mehr zu geben. Sie wirkt wie ein Bündel nicht enden wollender Energie, ist voller Pläne und Ideen. Sie berichtet von ihrer jahrelangen Zusammenarbeit mit Reinhard Lakomy, von den Liedern, die einst der blutjunge Andreas Bicking für sie schrieb, genauso wie von den eigentlich niederschmetternden Erlebnissen bei einem Songfestival vor etlichen Jahren. Aber was es auch immer war, sie wirkt dankbar für alle diese Erfahrungen und hat stets die positiven Aspekte für sich bewahrt. Sie spricht von ihren aktuellen Theaterplänen und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sie ganz locker 48-Stunden-Tage bewältigen könnte. Sie passt in keine Schublade und sie braucht auch keine. Auch sie genießt die ganz besondere Atmosphäre am Strand und präsentiert das dazu passende "Wellenlied", das sie noch nie vor so passender Kulisse gesungen hat. Und nachdem sie zum Ende mit "Mary Stuart" und "Liebes Tagebuch" zwei meiner Favoriten gesungen hat, beschert sie dem lauthals klatschenden, pfeifenden und trampelnden Publikum (ok, letzteres ist im Strandsand nicht so gut zu hören) als Highlights noch das legendäre "Champuslied" und den Janis Joplin-Klassiker "Mercedes Benz". Viel mehr geht nicht und so wird sie denn auch formvollendet mit einem Handkuss von der Bühne verabschiedet."